ITALIAN WEDDING WEEKEND IN TUSCANY

THE ART OF POSING THAT FEELS CANDID

Von der White Party mit Pizza unter Olivenbäumen über das Ja-Wort hoch über den Hügeln der Toskana bis zum selbstgemachten Tiramisu mit Zigarre.

Jede gute Liebesgeschichte braucht einen Vorabend. Diese beginnt an einem Sommerabend in der Toskana, an dem sich die Sonne besonders viel Zeit lässt. Die Gäste tragen Weiß, die Braut nicht. Sie wählt Bordeaux, ein fließendes Kleid, das bei jedem Schritt über den Kies ein bisschen mehr Selbstbewusstsein verrät. Dazu gibt es Pizza, Wein und dieses seltsame Gefühl, einen Tag schon zu vermissen, bevor er überhaupt begonnen hat.
Am nächsten Morgen wird es leiser. Brautjungfern in Buttergelb, Satin, der das Licht fängt, und ein Kleid, das an der alten Steinmauer hängt wie ein Versprechen. Spitze bis zu den Handgelenken, schulterfrei, romantisch ohne je süßlich zu werden. Er dagegen hat einen sandfarbenen Zweireiher und einen Strohhut gewählt und besitzt diese Art von Gelassenheit, die man nicht lernen kann, nur haben.

Die Trauung findet über den Hügeln statt, unter weißen Sonnenschirmen. Orangefarbene Blüten leuchten wie kleine Sonnen, und der Schleier weigert sich konsequent, stillzuhalten. Natürlich wird geweint, auf beiden Seiten des Gangs. Und gerade als alle glauben, zu wissen, wie dieser Tag weitergeht, fliegen Servietten durch die Luft, und die halbe Hochzeitsgesellschaft tanzt im Takt.
Statt einer klassischen Torte gibt es Tiramisu, von den beiden selbst geschichtet, mit mehr Lachen als Präzision. Den Schlusspunkt setzen zwei Zigarren im warmen Licht der Nacht. Manche Hochzeiten sind perfekt geplant. Die schönsten fühlen sich an, als hätte sie jemand eigens für die Leinwand erfunden.